Dr. Jeffrey Gedmin
(2001 - 2006)
Gedmins Amtszeit stand unter schwierigen Vorzeichen: Das deutsch-amerikanische Verhältnis und damit auch die Arbeit des Aspen Instituts war durch Spannungen gekennzeichnet. Gedmin konzentrierte sich darauf, die transatlantischen Beziehungen wieder zu verbessern. Das Aspen Institut sollte zu einem „Marktplatz der Ideen“ werden, ein Ort, an dem deutsche und amerikanische Entscheidungsträger und Meinungsbildner zusammenkamen, um Gedanken auszutauschen und politische Empfehlungen zu entwickeln. Dabei stand zum einen die transatlantische Sicherheitspolitik im Vordergrund, zum anderen die Stärkung der Demokratie in Osteuropa, Russland und der Türkei. Zu einem weiteren Schwerpunkt entwickelte sich auch der Nahe Osten.
Unter Gedmin verlor der Gründungsgedanke von Aspen - als überparteiliche Institution ein breites Spektrum unterschiedlicher Disziplinen zur Förderung des Humanismus zusammenzubringen – an Bedeutung: Gedmin setzte den Kurs von Kelleher fort und konzentrierte die Aktivitäten auf die Politik der USA. Viele Entscheidungsträger aus dem Weißen Haus nahmen an Veranstaltungen des Berliner Aspen Instituts teil. Gleichzeitig intensivierte Gedmin die Zusammenarbeit mit amerikanischen Stiftungen und Think Tanks. Damit wurde eine wichtige transatlantische Brücke geschlagen. Allerdings wurde das Aspen Institut in der deutschen Öffentlichkeit nicht mehr so deutlich als überparteiliche Organisation wahrgenommen.
Da die Debatten zu aktuellen Thmen nun an verschiedenen öffentlichen Orten in Berlin stattfanden, wuchs aber die allgemeine Bekanntheit des Instituts.
2004 stellte der Berliner Senat aufgrund finanzieller Probleme die Unterstützung ein. Gedmin suchte neue Wege und gewann hauptsächlich amerikanische Stiftungen und Förderer hinzu. Die damit verbundene Einflussnahme auf die Arbeit des Aspen Instituts stieß in Deutschland allerdings auf Kritik.