Event

  • 13. Oktober 2015 - 14. Oktober 2015

    Policy Program | Zweite Berliner Transatlantik Konferenz: „Westliche Werte im Belagerungszustand. Wie offene Gesellschaften in einer multipolaren Welt konkurrieren“

    Das Ende des Kalten Krieges verleitete viele zu der Annahme, dass der ideologische Kampf zwischen dem Osten und Westen Vergangenheit sei. Von nun an, dachte man , würden die meisten, wenn nicht alle, Nationen das westliche Modell der liberalen Demokratie und seine Grundlage in universellen Menschenrechten anstreben. Diese Annahme stellte sich als falsch heraus, stattdessen widersetzen sich Länder wie Russland oder China öffentlich dem Konzept der westlichen Werte und kritisieren es als Widerspruch zu ihrer eigenen Zivilisation und Tradition. Sie präsentieren sich sogar als Alternative.
    Islamistische Extremisten, insbesondere der IS, schockieren die Welt mit ihrer Grausamkeit und Fähigkeit jugendliche Anhänger im Westen zu begeistern. Am 14. Oktober führte die Berlin Transatlantic Conference ausgewiesene Experten und Entscheidungsträger von beiden Seiten des Atlantiks und ein Publikum von 170 Gästen zusammen, um über den Stand der westlichen Werte zu diskutieren und zu erarbeiten wie der Westen wieder seine Glaubwürdigkeit herstellen und die Stärke und Attraktivität seiner Ideale verteidigen kann, ohne diese zu hintergehen. In einer Grußadresse an die Konferenz, betonte Bundeskanzlerin Angela Merkel die Bedeutung gemeinsamer Werte: „Krisen wie in der Ukraine und in Syrien, der internationale Terrorismus und die vielen Millionen Menschen auf der Flucht von Krieg, Gewalt und Armut fordern uns auch als transatlantische Wertegemeinschaft heraus. Umso wichtiger ist es, dass wir uns unserer Werte bewusst sind, unseren Überzeugungen treu bleiben und im engen transatlantischen Schulterschluss handeln“.

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