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  • 8. Mai 2014

    Public Program | „Die letzten Tage Europas – Wie wir eine gute Idee versenken"


    Der Publizist Henryk M. Broder diskutierte mit Rüdiger Lentz über die anstehende Europawahl sowie Fehlentwicklungen und die Zukunft der Europäischen Union. Broder wusste dabei, durch kleine Anekdoten und Zuspitzungen die „Brüsseler Bürokratie“ aus seiner Sicht den Zuhörern näherzubringen. Den Bürgerinnen und Bürgern werde bei der Europawahl der Eindruck vermittelt, dass sie den neuen Präsidenten der Europäischen Kommission direkt wählen könnten, obwohl diese Entscheidung schließlich bei den Staats- und Regierungschefs liege. Laut Broder sei die Europäische Union von Anfang an ein Geburtsfehler gewesen, da sie in den Augen der Bürger fern, ineffizient und übergriffig sei.
    Im Bezug auf Fehlentwicklungen hob Broder vor allem den „Regulierungswahn“ der Europäischen Union hervor, welche sich zwar eifrig um neue Regelungen, wie etwa die Bestimmung zur Energiesparlampe kümmere, jedoch bei wichtigen Themen, wie beispielsweise der Außenpolitik, keine Einigkeit erziele. Er selbst biete aber keine Lösungen und sehe sich vielmehr als Kritikaster.

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