Event

  • 28. August 2014

    Policy Program | Veranstaltung Deutsche Welle – Westbalkandiskussion mit Journalisten


    Am Rande der Westbalkankonferenz der Bundesregierung kamen im Aspen Institute organisiert von der Deutschen Welle zwölf Journalisten aus den Ländern des Westlichen Balkans mit Vertretern der Deutschen Welle, deutscher Think Tanks und einem Bundestagsabgeordneten zusammen, um über aktuelle Entwicklungen in und um die Region zu sprechen. Die Anwesenden waren sich einig, dass die Konferenz der Bundesregierung ein wichtiges Signal der Unterstützung an die Länder der Region ist. Insbesondere im Kontext einer sich verlangsamenden EU-Erweiterung wurde dies von allen begrüßt. Darüber hinaus wurde jedoch betont, dass auch die Länder des Westlichen Balkans selbst aktiver werden müssten. Um die wirtschaftliche Entwicklung voranzutreiben seien Verbesserungen in der regionalen Zusammenarbeit, beispielsweise im Rahmen des Freihandelsabkommen CEFTA oder im Energiebereich, zwingend notwendig, da die jeweiligen nationalen Märkte zu klein seien. Darüber hinaus müsse auch die Rechtsstaatlichkeit in den Ländern gefördert werden. Dafür sei gute journalistische Arbeit unerlässlich. Die anwesenden Journalisten bemerkten jedoch, dass sie dieser Rolle nicht immer gerecht werden können. Die Berichterstattung werde häufig stark von außen beeinflusst und Journalisten wegen ihrer Arbeit bedroht. Darüber hinaus habe Berichterstattung über Missstände häufig keine Konsequenzen, u.a. weil die EU und andere Akteure im Interesse der Stabilität weiter mit den Eliten zusammenarbeiteten, die für jene Missstände Verantwortung trügen. Veränderungen seien daher sowohl in der Region als auch bei ihren Partnern notwendig.

Zurück