Event

  • 16. September 2014

    Public Program | Firmenmitglieder Roundtable: „NATO und Russland nach dem Cardiff Summit“

    Gemeinsam mit der US-Botschaft in Berlin lud das Aspen Institute seine Firmenmitglieder und Vorstände zu einer spontanen Diskussionsrunde mit Botschafter Robert Hunter, vormals US-Botschafter bei der NATO und nun Senior Fellow am Center for Transatlantic Relations der Johns Hopkins University. Er analysierte das Verhältnis zwischen der NATO und Russland im letzten Jahrzehnt und erläuterte, dass in seinen Augen bereits seit 2003 die amerikanische Russland-Politik einen falschen Weg eingeschlagen hat. Dabei zielte er besonders auf Bushs Stationierung von ballistischen Raketen in Osteuropa sowie auf dessen Bestreben zur Einbindung von Georgien und der Ukraine in die NATO ab, was Russland unter Druck setzte und ein Gefühl der Erniedrigung verursachte. Dieses „Versailles“-Gefühl hätte seiner Ansicht nach vermieden werden sollen, gab Putin aber die nötige öffentliche Unterstützung für den Krieg in Georgien und nun für seine Aktionen in der Ukraine. Botschafter Hunter warnte, dass nichts getan werden könne, wenn Putin versuche, eine Landverbindung zur Krim oder nach Transnistrien zu gewinnen. Ebenso befürchte er, dass die wirtschaftlichen Sanktionen erst zu spät auf Putin zurückschlagen werden. Um die Konflikteskalation zu beenden, schlug Hunter vor, Russland wieder mehr in ein gemeinsames breites europäisches Sicherheitskonzept unabhängig von der NATO einzubinden. So könne zum Beispiel Freihandel ein Bereich sein, in dem die Kooperation zwischen Russland und dem Westen wieder gestärkt werden könne.

Zurück