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  • 17. März 2014

    Public Program | „Die verspätete Weltmacht – China zwischen Kommunismus und Kapitalismus“

    Der chinesische Journalist und Autor Shi Ming sprach mit Rüdiger Lentz und dem Verein der Freunde über Werte, Mythen und Hoffnungen der chinesischen Gesellschaft. Die Regierung verliere allgemein an Glaubwürdigkeit und böte den Menschen keine plausiblen wirtschaftlichen oder umweltbezogenen Verheißungen mehr. In Bezug auf die Außenpolitik suche China einerseits die Annäherung zu Russland, andererseits forciere das Land die wirtschaftliche Kooperation mit dem Westen. Der amerikanische Markt sei unverzichtbar für die Exportnation China, so Shi Ming. Amerika sei Vorbild und Feind zugleich. Dies sei nur ein Symptom der chinesischen Identitätskrise, die er diagnostizierte. Die Jugend sei fleißig und modern, wisse jedoch nichts mehr über traditionelle Werte und die Geschichte ihres Landes. Die Wachstumsdogmatik dominiere viele Sphären des Lebens und führe zu einer kulturellen Stagnation.

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