Event

  • 27. Januar 2015

    Public Program | Aspen Brown Bag Lunch: „Anti-Einwanderung, Anti-Islam, Anti-Amerikanismus – Ist das offene Gesellschaftsmodell des Westens am Ende?“


    Am 27. Januar fand das Aspen Brown Bag Lunch zum Thema „Anti-Einwanderung, Anti-Islam, Anti-Amerikanismus – Ist das offene Gesellschaftsmodell des Westens am Ende?“ statt. Als Impulsgeber traten Dr. Alexander Gauland, der Landes- und Fraktionsvorsitzende der Alternative für Deutschland Brandenburg, und Barbara John, Vorsitzende im Beirat der Antidiskriminierungsstelle des Bundes und Ombudsfrau für die Hinterbliebenen der Opfer der NSU-Morde, auf.
    Gauland betonte mehrmals die Veränderung Deutschlands durch Einwanderung. Laut seiner Meinung seien die Bewegung Pegida und die Partei AfD eine Form der Verteidigung gegen Entwicklungen, die von der Politik nicht mehr kontrolliert würden. Einige Teilnehmer merkten an, dass dies weniger nach einer offenen Gesellschaft klinge. Gauland entgegnete, dass die Gesellschaft zwar offen bleiben solle, aber abgewogen werden müsse, wie viel Last diese Toleranz tragen könne.
    Frau John vertrat den Standpunkt, dass die heutige westliche Gesellschaft die offenste und gerechteste in der Geschichte sei, jedoch bei Weitem nicht perfekt. Man müsse es als Pflicht und Aufgabe der offenen Demokratien verstehen, auch den Menschen eine helfende Hand anzubieten, die nicht das Glück haben, in einer solchen geboren zu sein. Sie sehe die Freiheit in Gefahr, da sie als zu selbstverständlich wahrgenommen werde. Zudem erläuterte sie einige Unterschiede zwischen den „westlichen“ Modellen Europas und der Vereinigten Staaten. Sie forderte eine genaue Auseinandersetzung mit eigenen sowie fremden Ideen.
    Gauland und John schlossen ihre Rede mit der Besorgnis, dass eine lebendige Diskussion zu Ideen und politischen Positionen fehle und forderten die Rückkehr zu einer freien, vitalen Diskussionskultur.

Zurück