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  • 2. März 2015

    Public Program | „Ein starkes Europa: Amerikas Beitrag in Zeiten einer neuen Geopolitik Russlands."

    Lt. Gen. Ben Hodges, Kommandeur der U.S. Army Europe, war unser Gast bei einer Diskussion in Kooperation mit Deutschlandradio Kultur. Gemeinsam mit dem Moderator Burkhard Birke sprach über das Thema „Ein starkes Europa: Amerikas Beitrag in Zeiten einer neuen Geopolitik Russland“.
    Laut Lt. Gen. Ben Hodges habe Putin zwei Ziele bezüglich der Ukraine-Krise: die EU- und NATO-Integration Osteuropas zu verhindern, sowie die Spaltung der NATO. Entsprechend sei eine Zusammenarbeit des Westens mit dem Ziel der Isolierung Russlands von der internationalen Gemeinschaft ein Muss, um Russlands unrechtmäßige Geopolitik zu verhindern. Hierzu betonte er die Notwendigkeit der Kooperation innerhalb der NATO entsprechend des Wales Summits, weiterhin die strikte Umsetzung der EU-Wirtschaftssanktionen und die finanzielle Unterstützung der Ukraine. Er sprach sich mit starken Worten und dem Verweis auf westliche Werte gegen Putins Politik aus, die Grenze eines europäischen Staats mit Waffengewalt zu ändern.
    Während die Krim-Krise und der folgende Krieg in der Ostukraine oft als Propagandakriege bezeichnet würden, seien Informationen nur eine von vier Arten der Macht neben Diplomatie, Militär und Wirtschaft. Putin fordere den Westen mit seiner Informationspolitik heraus, der Westen sollte sich aber – um seinen Werten treu zu bleiben – nicht auf diesen Weg begeben. Eindeutige Beweise für die russische Beteiligung an der Rebellion in der Ostukraine seien laut ihm die hochentwickelte Ausrüstung und Strategie der Rebellen.
    Die NATO befinde sich in einer Situation, in der immer weniger Mitgliedsstaaten wirklich bereit seien, zur Allianz beizutragen. Auf die Frage, ob die USA trotz dieser Situation eine führende Rolle spielen wolle, erläuterte er das strategische Interesse der USA in Europa. Gleichzeitig trage Deutschland als bedeutender Akteur neben der Wirtschaft und der Diplomatie auch militärisch eine Verantwortung – und solle 70 Jahren nach seinem historischen Verbrechen einen Schritt in die Zukunft machen.

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