Policy Program – Digital Program

Digital Programm

 

Digital Programm

Die digitale Revolution ist die Ursache einiger der tiefgreifendsten gesellschaftlichen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Bis 2020 wird es schätzungsweise 25 Milliarden vernetzte Geräte auf der Welt geben, ca. 3,5 pro Person. Cloud-computing, grenzüberschreitende Versorgungsketten, das „Internet of Things“, Onlinehandel und die „sharing economy“ bilden eine neue Klasse des Mittelstandes, die „Micro-Multinationale“. Innerhalb der OECD machen digital abhängige Jobs 22 % aller neuen Arbeitsplätze aus. Viele dieser Berufe werden von Start-Ups kreiert. Die digitale Revolution findet jedoch nicht in einem  Vakuum statt, sondern vielmehr vor dem Hintergrund einer erstarkenden Welle des Populismus und des Unmuts gegen Institutionen und Eliten, die es nicht vermochten, inklusives Wachstum, Sicherheit und sozialen Zusammenhalt zu schaffen. Produktivitätsgewinne der vergangenen zwei Jahrzehnte – angefeuert durch das Internet – sammelten sich unverhältnismäßig an einem Ende des Vermögensspektrums an, sodass die einkommensbedingte Ungleichheit wächst und die gesellschaftliche Mobilität sich immer weiter zurückbildet.

Vor dem Hintergrund dieser Möglichkeiten und Herausforderungen hat das Aspen Institute Deutschland ein neues Programm zur Digitalpolitik etabliert, welches sich aus den folgenden drei Pfeilern zusammensetzt:

 

I. DIE TRANSATLANTISCHE DIGITALAGENDA

Erstens – das Aspen Institute Deutschland hat, gemeinsam mit dem Atlantic Council sowie der Internet Economy Foundation eine neue Initiative ins Leben gerufen, die Transatlantic Agenda: Bridging the Gap“, welche hochrangige Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft aus Europa und den USA zusammenbringt, um engere transatlantische digitale Zusammenarbeit zu fördern. Im Mittelpunkt steht die strategische Frage: wie können die transatlantischen Werte – die in den vergangenen 70 Jahren so ungemein wertvoll für die internationale Gemeinschaft waren – an ein digitales Zeitalter angepasst werden, in dem ebenjene Werte durch wirtschaftliche Unsicherheit, Populismus, die zunehmende Verletzlichkeit der Demokratie und bislang unbekannte Risiken der Cyberwelt bedroht sind?

 

II. ASPEN BERLIN ARTIFICIAL INTELLIGENCE CONFERENCE

Zweitens: das Aspen Institute Deutschland wird ab 2018 eine jährlich stattfindende Aspen Berlin Artificial Intelligence Conference veranstalten, die Nutzer, Gestalter, Innovatoren, Führungskräfte aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft, Philosophen, Geistliche, Gewerkschaftler und Sicherheitsexperten zusammenbringt, um die Möglichkeiten und Herausforderungen der künstlichen Intelligenz zu diskutieren. Die anderthalbtägige Konferenz wird vier separate, aber untereinander verwandte Dimensionen der KI beleuchten; die wirtschaftlichen Folgen, Ethik und Demokratie, Sicherheit und die langfristigen, allgemeinen Herausforderungen künstlicher Intelligenz. Schwerpunktmäßig behandelt die Konferenz die Frage: Wie können Gestalter der KI, Betreiber und Entscheidungsträger garantieren, dass KI Leben ergänzt, die Menschenwürde nicht tangiert, die Sicherheit aufrechterhält und die Demokratie für Nutzer und Bürger schützt?

 

III. DIGITAL DISH LUNCHEONS

Drittens – das Aspen Institute Deutschland lädt monatlich zum „Digital Dish Luncheon“ mit einem inspirierenden Gastredner ein; zu Zwecken der intimen, inoffiziellen Debatte zu den dringlichsten, aktuellsten Themen um Tech-Policy. Das „Digital Dish“ bringt eine bunte Mischung aus Vordenkern der Tech-Policy mit hochrangigen Gästen aus Politik, Wirtschaft, Lehre & Forschung, und diplomatischen Vertretern zusammen. Somit werden im Rahmen des „Digital Dish Luncheon“ aktuelle Trends, Reibungspunkte und Erfolge im transatlantischen Tech-Policy-Bereich diskutierte und verortet Kernthemen in der allgemeinen US-Europäischen Politik.