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Aufruf für Bewerber*innen aus dem Westbalkan, der Ukraine, der Türkei, Moldau und Georgien 

Wie wird sich der Informationsraum Europas in den kommenden Jahren verändern – und welche Rolle können junge Medienschaffende dabei spielen? Wie lässt sich die Widerstandsfähigkeit demokratischer Gesellschaften gegenüber Desinformation und gezielter Informationsmanipulation stärken? Mit „Connecting Futures“ laden wir junge Medienschaffende, Social Media Influencer*innen und Onlines Content Produzent*innen aus der EU-Erweiterungsregion ein, sich an einem neuen europäischen Dialog über die Zukunft der Informationsintegrität zu beteiligen. 

In vielen Ländern der EU-Erweiterungsregion – darunter Albanien, Bosnien und Herzegowina, Georgien, Kosovo, Moldau, Montenegro, Nordmazedonien, Serbien, die Türkei und die Ukraine – steht die Integrität des Informationsraums zunehmend unter Druck. Politische Polarisierung, sinkendes Vertrauen in traditionelle Medien und wachsende Medienkonzentration machen Gesellschaften anfälliger für Manipulation – sowohl durch innenpolitische Akteure als auch durch ausländische Einflussnahme. Gleichzeitig beschleunigen neue Technologien die Verbreitung von Desinformation und verändern grundlegend, wie Informationen entstehen, verbreitet und wahrgenommen werden. Diese Entwicklungen stellen die demokratische Resilienz in der Region vor große Herausforderungen und können Fortschritte auf dem Weg zur europäischen Integration gefährden. 

„Connecting Futures“ bringt daher eine neue Generation von Medienschaffenden, Social MediaInfluencer*innen und Online Content-Produzent*innen zusammen, um Erfahrungen auszutauschen, aktuelle Herausforderungen offen zu diskutieren und gemeinsam Perspektiven für eine resilientere Informationslandschaft zu entwickeln. 

Im Rahmen mehrerer digitaler und persönlicher Begegnungen werden die Teilnehmenden gemeinsam: 

  • zentrale Entwicklungen und Einflussfaktoren identifizieren, die die Zukunft des Informationsraums prägen, 
  • mögliche Zukunftsszenarien für die Informationslandschaft der Region entwerfen, 
  • Strategien zur Stärkung von Informationsintegrität diskutieren und 
  • politische Handlungsempfehlungen sowie praktische Ansätze entwickeln, um gesellschaftliche Resilienz gegenüber Desinformation zu stärken. 

Projektprogramm 

Von April bis Dezember 2026 bringt das Projekt 20 junge Medienschaffende, Social Media Influencer*innen und Online Content Creator*innen im Alter von 20 bis 35 Jahren aus Albanien, Bosnien und Herzegowina, Georgien, Kosovo, Moldau, Montenegro, Nordmazedonien, Serbien, der Türkei und der Ukraine zusammen. 

Das Programm umfasst: 

  • etwa vier Online-Sitzungen 
  • einen Präsenz-Foresight-Workshop in Berlin 

Die Ergebnisse des Prozesses werden in einem Szenario Bericht zusammengeführt. Dieser Bericht wird im Rahmen gezielter Austauschformate sowie virtueller Advocacy-Sitzungen an Entscheidungsträger*innen, Online-Plattformen sowie Akteur*innen aus Zivilgesellschaft und Medien verbreitet. 

Alle Kosten für Teilnahme und Reise werden vom Projekt übernommen. 

Warum sollten Sie sich bewerben? 

Das Programm bietet Ihnen die Gelegenheit, sich intensiv mit aktuellen und zukünftigen Entwicklungen rund um Informationsintegrität auseinanderzusetzen und zugleich Ihre strategische Perspektive auf die digitale Informationslandschaft zu schärfen. Durch die Arbeit mit Zukunftsszenarien gewinnen Sie ein vertieftes Verständnis dafür, welche Dynamiken den Informationsraum der kommenden Jahre prägen könnten. 

Im Austausch mit internationalen Kolleg*innen entwickeln die Teilnehmenden zudem ein stärkeres Bewusstsein für die Rolle, die sie selbst als Journalist*innen, Content-Creator oder Social-Media-Akteur*innen im Informationsökosystem spielen. Neue analytische Impulse und gemeinsame Reflexion helfen dabei, diese Erkenntnisse unmittelbar in die eigene Arbeit und in zukünftige Kommunikationsstrategien zu integrieren. 

Darüber hinaus eröffnet die aktive Beteiligung am Outreach-Prozess die Möglichkeit, mit hochrangigen Vertreter*innen aus Politik, Medien und Zivilgesellschaft in Kontakt zu treten, neue Netzwerke aufzubauen und eigene Kommunikations- und Advocacy-Kompetenzen weiterzuentwickeln. 

Nicht zuletzt bietet „Connecting Futures“ die Chance, Teil eines langfristigen internationalen Netzwerks zu werden. Die Alumni des Programms bleiben über die weitreichenden Alumni-Strukturen der Aspen Institute miteinander verbunden und profitieren von einem lebendigen internationalen Austausch. 

Teilnahmevoraussetzungen 

Gesucht werden zwanzig engagierte junge Medienfachkräfte, Social-Media-Influencer*innen und Online-Content-Creator*innen, die folgende Kriterien erfüllen: 

  • Alter zwischen 20 und 35 Jahren 
  • Herkunft aus Albanien, Bosnien und Herzegowina, Georgien, Kosovo, Moldau, Montenegro, Nordmazedonien, Serbien, der Türkei oder der Ukraine (ein aktueller Wohnsitz in diesen Ländern ist nicht erforderlich) 

Zusätzlich sollten Bewerber*innen: 

  • bereits Erfahrung in der Erstellung oder Verbreitung wertebasierter Inhalte haben; 
  • Interesse an einem oder mehreren der folgenden Themen haben: 
    • Herausforderungen für die Informationsintegrität im modernen Informationsumfeld, 
    • Medien- und Informationskompetenz, 
    • Fact-checking und Bekämpfung von Informationsmanipulation, 
  • Bereitschaft zu offenem und konstruktivem Austausch mit unterschiedlichen Perspektiven; 
  • sich verpflichten, an allen Online-Workshops sowie am Präsenz-Workshop in Berlin vollständig teilzunehmen. 

Wichtige Termine

  • Dinleitendes Gespräch: Juli 13, 2026
  • Online Sitzung #1: September 2, 2026
  • Online Sitzung #2: September 4, 2026
  • Präsenz-Foresight-Workshop in Berlin: September 8-9, 2026
  • Online Sitzung #3: September 22, 2026
  • Online Sitzung #4: September 29, 2026
  • Project Ende: Dezember 2026

Bewerbungsprozess 

Interessierte Bewerber*innen werden gebeten, sich über diesen Link zu bewerben. Ausgewählte Kandidat*innenwerden anschließend zu einem kurzen Interview eingeladen. 

Bei der Auswahl werden neben Verfügbarkeit, Interesse und fachlicher Eignung der Bewerber*innen auch eine ausgewogene Alters- und Geschlechterverteilung sowie sektorale und geografische Vielfalt berücksichtigt. 

Dieses Projekt wird durch den Aspen Institute Global Fund des Aspen Institute USA gefördert. 

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