
Demokratien leben von Vertrauen, verlässlichen Informationen und der Fähigkeit zum offenen gesellschaftlichen Austausch. Doch genau diese Grundlagen geraten zunehmend unter Druck: Desinformationskampagnen, „Foreign Information Manipulation and Interference“ (FIMI) sowie die schnelle Verbreitung KI-generierter Inhalte verändern das digitale Informationsumfeld grundlegend und machen demokratische Gesellschaften anfälliger für Manipulation, Polarisierung und gezielte Einflussnahme.
Mit dem neuen Projekt „Digital Defenders: Influencers for Digital Democracy“, gefördert durch das Auswärtige Amt, bringt Aspen Deutschland gemeinsam mit dem Aspen Institute Kyiv, dem Aspen Institute Romania und Aspen Institute Central Europe, Social Media Influencer*innen und Content Creators aus Deutschland, Mittel- und Osteuropa und den Vereinigten Staaten zusammen. Gemeinsam widmen sie sich einer der drängendsten Herausforderungen unserer Zeit: Wie können demokratische Debatten im digitalen Raum gegen Desinformation, Manipulation und Polarisierung verteidigt werden?
Im Mittelpunkt der beiden Projektjahre stehen Workshops, Studienreisen und kollaborative Formate, die sich mit der Zukunft der digitalen Öffentlichkeit sowie der Verantwortung von Social Media Influencer*innen/ Content Creators im Umgang mit Desinformation auseinandersetzen.
Das erste Projektjahr umfasst Studienreisen nach Berlin und Bukarest. Die Projektmitglieder werden zudem an einem interaktiven Rollenspiel teilnehmen, das ein EU-Krisenmanagement als Reaktion auf eine FIMI-Kampagne simuliert. Die Erarbeitung und Veröffentlichung einer gemeinsamen Studie zu hybriden Bedrohungen wird das Projekt zusätzlich im akademischen Diskurs verankern.
Das zweite Projektjahr umfasst Studienreisen nach Berlin und Budapest. In diesem Jahr erarbeiten die Teilnehmenden eine fiktive EU-Regulierung zur Rolle und Verantwortung von Social Media Influencer*innen im digitalen Informationsraum.
In beiden Projektjahren sind Side Events im Rahmen der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) geplant, um die Initiative in die breiteren sicherheitspolitischen Debatten in Europa einbetten. Zusätzlich erhalten ausgewählte Projektmitglieder die Möglichkeit, an einem Leadership-Seminar des Aspen Institute Deutschland teilzunehmen.
„Digital Defenders“ knüpft an die Aspen-Projekte #InfluencersAgainstDisinfo (2024–2026) und Disinformation and the Role of Social Media Influencers in Times of Conflict (2023) an und erweitert diese um eine transatlantische Perspektive. Ziel ist es, digitale Stimmen zu vernetzen, die demokratische Debatten stärken und gesellschaftlicher Polarisierung entgegenwirken wollen.

