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Turning Digital Ambition into Competitiveness 2026-2027

Die EU steht vor der Herausforderung, ihre wirtschaftliche Position in einem zunehmend wettbewerbsintensiven globalen Umfeld zu stärken. Entscheidend wird dabei sein, inwieweit es ihr gelingt, neue Technologien zu entwickeln, zu skalieren und erfolgreich einzusetzen. Technologische Innovation allein führt jedoch nicht automatisch zu größerer Wettbewerbsfähigkeit. Investitionsbedingungen, Infrastruktur und Regulierung, der Zugang zu Kapital und Fachkräften, industrielle Kapazitäten sowie die grenzüberschreitende Zusammenarbeit werden maßgeblich darüber entscheiden, ob technologischer Fortschritt zu nachhaltigem Wirtschaftswachstum beitragen kann.

Deutschland, Italien und Polen sind für diese Fragestellung von besonderer Bedeutung. Als drei der größten Volkswirtschaften der EU verbinden sie erhebliches wirtschaftliches und politisches Gewicht mit unterschiedlichen Industriestrukturen, Innovationsökosystemen und Erfahrungen bei der digitalen Transformation. Zugleich bringen sie aufgrund ihrer geografischen Lage und wirtschaftlichen Profile unterschiedliche Perspektiven aus Nord-, Süd-, Mittel- und Osteuropa zusammen. Eine engere Zusammenarbeit zwischen den drei Ländern bietet daher die Chance, gemeinsame Interessen zu identifizieren und Ansätze zu entwickeln, die auch Impulse für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit der EU insgesamt geben können.

Programmstruktur

Von September 2026 bis August 2027 bringt das Projekt bis zu 24 Entscheidungsträger*innenund Expert*innen aus Deutschland, Italien und Polen zusammen – jeweils acht aus jedem Land. Die Teilnehmenden kommen aus Politik und öffentlichem Sektor, Wirtschaft, Wissenschaft, Think Tanks und Zivilgesellschaft. Im Rahmen eines strukturierten Foresight-Prozesses nehmen sie an vier digitalen Sitzungen sowie drei Präsenztreffen in Berlin, Rom und Brüssel teil.

Der Foresight-Prozess richtet den Blick bewusst über aktuelle politische Debatten hinaus und ermöglicht es den Teilnehmenden, längerfristige Entwicklungen und ihre möglichen Auswirkungen zu untersuchen. Mithilfe von Expert*innen-Inputs, moderierten Diskussionen, Szenarioarbeit und interaktiven Arbeitsformaten identifizieren sie zentrale technologische, wirtschaftliche, politische und geopolitische Entwicklungen, die die digitale Wettbewerbsfähigkeit der EU im kommenden Jahrzehnt prägen könnten. Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere kritische Unsicherheiten sowie die Frage, wie unterschiedliche Entwicklungen zusammenspielen und zu verschiedenen Zukunftsszenarien für die EU-Wirtschaft führen könnten.

Auf dieser Grundlage entwickeln die Teilnehmenden verschiedene Zukunftsszenarien und untersuchen deren mögliche Auswirkungen auf Deutschland, Italien, Polen und die EU insgesamt. Dabei geht es sowohl um gemeinsame Interessen als auch um unterschiedliche nationale Ansätze und Prioritäten sowie um die Frage, in welchen Bereichen eine engere Abstimmung konkrete Vorteile schaffen könnte. Das Projekt will damit nicht nur zukünftige Herausforderungen frühzeitig erkennen, sondern auch konkrete Möglichkeiten für eine stärkere Zusammenarbeit aufzeigen.

Projektzeitplan

Die aktive Teilnahme am Projekt erstreckt sich über rund zehn Monate – von den ersten digitalen Foresight-Sitzungen im November 2026 bis zum abschließenden Treffen in Brüssel im Juni 2027. Die Teilnehmenden werden gebeten, sich am gesamten Prozess zu beteiligen, da die einzelnen Treffen inhaltlich aufeinander aufbauen und die Ergebnisse gemeinsam weiterentwickelt werden.

November 2026 | Digitale Treffen 1 & 2

Die Kohorte kommt erstmals zusammen und legt die Grundlagen für den gemeinsamen Foresight-Prozess. Zunächst werden zentrale Entwicklungen und Unsicherheiten identifiziert, die die zukünftige digitale Wettbewerbsfähigkeit der EU prägen könnten. Anschließend befassen sich die Teilnehmenden vertieft mit industrieller Digitalisierung und dem Einsatz von KI und untersuchen, wie technologische Entwicklungen Produktivität und industrielle Wettbewerbsfähigkeit beeinflussen können.

Anfang Dezember 2026 | Berlin – Erstes Präsenztreffen

Beim ersten Präsenztreffen kommt die gesamte Kohorte in Berlin zusammen, um die Foresight-Arbeit zu vertiefen und den Austausch zwischen den Teilnehmenden aus den drei Ländern zu stärken. Gemeinsam identifizieren sie zentrale Unsicherheiten und strategische Faktoren für die digitale Wettbewerbsfähigkeit und bündeln die wichtigsten Themenfelder, die in die Entwicklung der Zukunftsszenarien einfließen werden. Darüber hinaus umfasst das Programm Gespräche mit relevanten Akteur*innen aus Politik, Wirtschaft und weiteren Bereichen in Berlin.

Januar 2027 | Digitales Treffen 3

Die Teilnehmenden kommen erneut digital zusammen, um die entwickelten Szenarien weiter auszuarbeiten und kritisch zu überprüfen. Dabei werden die unterschiedlichen Perspektiven aus Deutschland, Italien und Polen zusammengeführt und zentrale strategische Zielkonflikte herausgearbeitet.

Ende Februar 2027 | Rom – Zweites Präsenztreffen

In Rom befasst sich die Kohorte mit den möglichen Auswirkungen der entwickelten Szenarien und verbindet die Foresight-Arbeit mit nationalen Fallbeispielen und politischen Diskussionen. Gemeinsam untersuchen die Teilnehmenden Möglichkeiten für eine trilaterale Zusammenarbeit und beginnen, aus den Szenarien konkrete Handlungsfelder abzuleiten. Darüber hinaus sind Gespräche mit relevanten Akteur*innen vor Ort vorgesehen.

März 2027 | Digitales Treffen 4

Die abschließende digitale Sitzung führt die bisherigen Ergebnisse zusammen und untersucht, welche politischen Schlussfolgerungen sich aus den entwickelten Szenarien ergeben. Darauf aufbauend identifizieren die Teilnehmenden gemeinsame Prioritäten und konkrete Ansätze für eine engere Zusammenarbeit zwischen Deutschland, Italien und Polen.

Juni 2027 | Brüssel – Abschließendes Präsenztreffen

Das Projekt findet seinen Abschluss in Brüssel. Dort diskutieren die Teilnehmenden die zentralen Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen und bringen die Ergebnisse des Foresight-Prozesses in den Austausch mit Vertreter*innen der EU-Institutionen sowie einem breiteren Fachpublikum aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Think Tanks und Zivilgesellschaft ein.

Bewerbung

Die Bewerbungsphase für die Kohorte startet in Kürze. Das Aspen Institute Deutschland freut sich auf Bewerbungen von erfahrenen Expert*innen und Entscheidungsträger*innen aus Politik und öffentlichem Sektor, Wirtschaft, Wissenschaft, Think Tanks und Zivilgesellschaft aus Deutschland, Italien und Polen. Die Teilnahme bietet die Möglichkeit, neue grenzüberschreitende Kontakte aufzubauen, sich mit Expert*innen aus unterschiedlichen Bereichen und Ländern auszutauschen und gemeinsam zukunftsorientierte Ansätze zur Stärkung der digitalen Wettbewerbsfähigkeit der EU zu entwickeln.

Die im Rahmen der Präsenztreffen anfallenden Reise- und Übernachtungskosten werden gemäß den geltenden Richtlinien der Bundesregierung übernommen.

Das Projekt wird vom Aspen Institute Deutschland durchgeführt, das die vollständige inhaltliche Unabhängigkeit über das Projekt und seine Ergebnisse behält. Projektpartner sind das Aspen Institute Central Europe sowie das Aspen Institute Italia. Das Projekt wird von Meta Platforms Ireland Limited (Meta) finanziell unterstützt.

Kontakt

Molly Hall

  • Senior Program Officer
  • Phone: +49 (0) 30 804 890 20
  • hall@aspeninstitute.de

Carolina Aronica

  • Program Assistant
  • Phone: +49 (0) 30 804 890 19
  • aronica@aspeninstitute.de

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