
Wie wird sich die Informationslandschaft in Europas Erweiterungsstaaten bis 2036 verändern – und welche Folgen hat dies für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt? Mit Connecting Futures leitet Aspen Deutschland ein Projekt, das zwanzig junge Journalist*innen, Faktenchecker*innen, Content Creatoren und digitale Influencer*innen aus den zehn EU-Erweiterungsländern zusammenbringt – den Staaten des westlichen Balkans sowie Georgien, Moldau, der Türkei und der Ukraine.
In Foresight-Workshops, virtuellen Dialogen und einer Studienreise nach Berlin entwickeln die Teilnehmenden Zukunftsszenarien und konkrete Handlungsempfehlungen zur Stärkung von Informationsintegrität und demokratischer Resilienz. Gemeinsam mit Aspen Central Europe, Aspen Kyiv, Aspen Romania, Aspen UK und Aspen Digital entsteht dabei ein nachhaltiges Netzwerk junger Multiplikator*innen. Die Ergebnisse werden in einer gemeinsamen Publikation veröffentlicht.
Dieses Projekt wird aus dem Global Fund der Aspen International Partners gefördert.
Vorstellung der Teilnehmenden des Jahrgangs 2026

Wenn Fakten zunehmend mit Desinformation konkurrieren und neue Technologien die öffentliche Meinungsbildung grundlegend verändern, steht die demokratische Öffentlichkeit vor einer ihrer größten Bewährungsproben. Wer Informationen recherchiert, einordnet und verbreitet, trägt heute mehr Verantwortung denn je – sei es im klassischen Journalismus oder auf digitalen Plattformen.
Genau hier setzt Connecting Futures: Information Integrity in Europe’s Next Decade an. Das Projekt bringt zwanzig Journalistinnen und Journalisten, Investigativreporter, Faktenchecker, Social-Media-Influencer sowie digitale Content Creator aus allen zehn EU-Beitrittsländern zusammen (Albanien, Bosnien und Herzegowina, Georgien, Kosovo, Moldau, Montenegro, Nordmazedonien, Serbien, der Türkei und der Ukraine). Sie repräsentieren führende Medienhäuser, unabhängige Redaktionen, öffentlich-rechtliche Sender und reichweitenstarke digitale Plattformen und erreichen gemeinsam mehr als 4,4 Millionen Menschen. Trotz ihrer unterschiedlichen beruflichen Hintergründe verbindet sie ein gemeinsames Anliegen: die Integrität des öffentlichen Diskurses zu stärken und demokratische Gesellschaften widerstandsfähiger gegen Desinformation und Informationsmanipulation zu machen.
In den kommenden Monaten beschäftigen sich die Teilnehmenden nicht nur mit den Herausforderungen von heute, sondern richten den Blick bewusst nach vorn. Mithilfe von Strategic Foresight entwickeln sie Szenarien für die Informationslandschaft Europas im Jahr 2036, analysieren politische, technologische und gesellschaftliche Trends und erarbeiten neue Ansätze, um demokratische Resilienz langfristig zu stärken. Das Programm verbindet vier Online-Sitzungen mit einer Studienreise nach Berlin und schafft Raum für intensiven Austausch, gemeinsame Perspektiventwicklung und grenzüberschreitende Zusammenarbeit.
Connecting Futures ist ein Projekt des Aspen Global Fund 2026, das von Aspen Deutschland gemeinsam mit Aspen Institute Central Europe, Aspen Institute Kyiv, Aspen Institute Romania, Aspen Institute UK und Aspen Digital umgesetzt wird. Es verbindet regionale Expertise mit technologischer Kompetenz und der Aspen-Tradition des wertebasierten Dialogs. So entsteht ein europaweites Netzwerk junger Medien- und Digitalschaffender, das voneinander lernt, Vertrauen über Grenzen hinweg aufbaut und gemeinsam neue Antworten auf die Herausforderungen der Informationsgesellschaft entwickelt.
Kick-Off Event
Wie bleibt der europäische Informationsraum in Zeiten von Künstlicher Intelligenz, Desinformation und wachsendem Misstrauen gegenüber Medien und Institutionen widerstandsfähig? Mit dieser Frage startete Connecting Futures: Information Integrity in Europe’s Next Decade. Zum digitalen Auftakt kamen zwanzig Journalist*innen, Redakteur*innen, Faktenchecker*innen sowie Content Creatoren und Influencer*innen aus den EU-Beitrittsländern zusammen. Gemeinsam nehmen sie in den kommenden Monaten die Zukunft des europäischen Informationsraums in den Blick und entwickeln Szenarien für das Jahr 2036.
Schon zu Beginn wurde deutlich, dass Informationsintegrität weit mehr ist als ein abstraktes politisches Thema. Ausgehend von persönlichen Gegenständen erzählten die Teilnehmenden Geschichten darüber, wie Informationen ihre Entscheidungen, ihre Arbeit und ihr Umfeld geprägt haben. Die sehr unterschiedlichen Erfahrungen eröffneten einen persönlichen Zugang zu einem Thema, das sie alle verbindet.
Auf dieser Grundlage diskutierte die Gruppe über Medienfreiheit, gesellschaftliches Vertrauen, Künstliche Intelligenz und die Zukunft der öffentlichen Informationsordnung in Europa. Trotz unterschiedlicher nationaler Kontexte und beruflicher Hintergründe wurden schnell gemeinsame Herausforderungen sichtbar. Gerade der Austausch verschiedener Perspektiven machte deutlich, wie wertvoll der länderübergreifende Dialog für den Umgang mit diesen Entwicklungen ist.
In den kommenden Monaten wird die Gruppe ihre Arbeit in einer Reihe von Foresight-Workshops fortsetzen, bevor sie sich zu einer Studienreise in Berlin trifft. Gemeinsam entwickeln die Teilnehmenden Zukunftsszenarien für Europas Informationsraum im Jahr 2036 und leiten daraus Empfehlungen zur Stärkung von Informationsintegrität und demokratischer Resilienz ab.
Connecting Futures wird durch den Aspen International Partners Global Fund 2026 gefördert. Das Projekt bringt zwanzig junge Medienschaffende aus den sechs Westbalkanstaaten, Georgien, Moldau, der Ukraine und der Türkei zusammen, um den fachlichen Austausch zu vertiefen, neue Netzwerke zu knüpfen und gemeinsam Perspektiven für die Zukunft der Informationsintegrität in Europa zu entwickeln.


