- 17. September 2026
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Europas Wettbewerbsfähigkeit steht zunehmend unter Druck. Wie die EU ihre wirtschaftlichen und technologischen Stärken besser nutzen und ihre Position im globalen Wettbewerb stärken kann, stand deshalb im Mittelpunkt der BASECAMP Debate „Much More than Digital Infrastructure“ am 17. September 2026.
Die von Telefónica Deutschland und BASECAMP mit Unterstützung des Aspen Institute Deutschland veranstaltete Diskussion brachte Prof. Enrico Letta, Präsident des Jacques Delors Institute und ehemaliger italienischer Ministerpräsident, und Santiago Argelich Hesse, CEO von Telefónica Deutschland, zusammen. Moderiert von Dr. Stormy-Annika Mildner, Executive Director des Aspen Institute Deutschland, diskutierten sie über die Voraussetzungen für Europas wirtschaftliche und technologische Zukunft.
Dabei richtete sich der Blick bewusst nicht nur auf bestehende Defizite, sondern auch auf die Stärken der EU. Die Diskutanten betonten, dass der gemeinsame Binnenmarkt mit 27 Mitgliedstaaten ein bedeutendes wirtschaftliches und politisches Fundament darstelle. Gleichzeitig bestünden weiterhin nationale Unterschiede und Barrieren, insbesondere in den Bereichen Telekommunikation, Kapitalmärkte, Energie und digitale Infrastruktur. Diese erschwerten Investitionen und Skalierung und begrenzten damit Europas wirtschaftliches und technologisches Potenzial.
Zugleich hoben die Gesprächspartner hervor, dass in den vergangenen Jahren wichtige Fortschritte erzielt worden seien. Prof. Letta verwies unter anderem auf die aktivere europäische Handelspolitik und die jüngsten Handelsabkommen der EU. Diskutiert wurde zudem, wie die Impulse der Letta- und Draghi-Berichte genutzt werden könnten, um Europas wirtschaftliche Handlungsfähigkeit in einem zunehmend von geopolitischem Wettbewerb geprägten Umfeld zu stärken.
Die Sprecher waren sich einig: Um das Potenzial der EU besser auszuschöpfen, müssen bestehende Hürden im Binnenmarkt weiter abgebaut, die europäische Integration in zentralen Bereichen vorangetrieben und politische Vorhaben konsequenter umgesetzt werden. Europas Wettbewerbsfähigkeit hänge damit nicht allein von neuen Strategien ab, sondern vor allem davon, bestehende Stärken besser zu nutzen und politische Ambitionen wirksamer in konkrete Maßnahmen zu übersetzen.


