- 13. Juli 2026
- 17:00
- -
- 13. Juli 2026
- 18:30

Wie bleibt der europäische Informationsraum in Zeiten von Künstlicher Intelligenz, Desinformation und wachsendem Misstrauen gegenüber Medien und Institutionen widerstandsfähig? Mit dieser Frage startete Connecting Futures: Information Integrity in Europe’s Next Decade. Zum digitalen Auftakt kamen zwanzig Journalist*innen, Redakteur*innen, Faktenchecker*innen sowie Content Creatoren und Influencer*innen aus den EU-Beitrittsländern zusammen. Gemeinsam nehmen sie in den kommenden Monaten die Zukunft des europäischen Informationsraums in den Blick und entwickeln Szenarien für das Jahr 2036.
Schon zu Beginn wurde deutlich, dass Informationsintegrität weit mehr ist als ein abstraktes politisches Thema. Ausgehend von persönlichen Gegenständen erzählten die Teilnehmenden Geschichten darüber, wie Informationen ihre Entscheidungen, ihre Arbeit und ihr Umfeld geprägt haben. Die sehr unterschiedlichen Erfahrungen eröffneten einen persönlichen Zugang zu einem Thema, das sie alle verbindet.
Auf dieser Grundlage diskutierte die Gruppe über Medienfreiheit, gesellschaftliches Vertrauen, Künstliche Intelligenz und die Zukunft der öffentlichen Informationsordnung in Europa. Trotz unterschiedlicher nationaler Kontexte und beruflicher Hintergründe wurden schnell gemeinsame Herausforderungen sichtbar. Gerade der Austausch verschiedener Perspektiven machte deutlich, wie wertvoll der länderübergreifende Dialog für den Umgang mit diesen Entwicklungen ist.
In den kommenden Monaten wird die Gruppe ihre Arbeit in einer Reihe von Foresight-Workshops fortsetzen, bevor sie sich zu einer Studienreise in Berlin trifft. Gemeinsam entwickeln die Teilnehmenden Zukunftsszenarien für Europas Informationsraum im Jahr 2036 und leiten daraus Empfehlungen zur Stärkung von Informationsintegrität und demokratischer Resilienz ab.
Connecting Futures wird durch den Aspen International Partners Global Fund 2026 gefördert. Das Projekt bringt zwanzig junge Medienschaffende aus den sechs Westbalkanstaaten, Georgien, Moldau, der Ukraine und der Türkei zusammen, um den fachlichen Austausch zu vertiefen, neue Netzwerke zu knüpfen und gemeinsam Perspektiven für die Zukunft der Informationsintegrität in Europa zu entwickeln.


