- 10. September 2026
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Sabotierte Unterwasserkabel in der Ostsee, Cyberangriffe auf Energieversorger, Drohnen an Flughäfen, gezielte Desinformation in Krisenlagen: Hybride Bedrohungen gegen kritische Infrastrukturen sind längst keine theoretische Gefahr mehr. Sie sind strategisches Kalkül, und Deutschland steht unter Druck.
Großflächige Stromausfälle, zuletzt auch in Teilen Berlins, haben gezeigt, dass selbst in einer der am besten vernetzten Metropolen der Welt Versorgungsunterbrechungen innerhalb von Minuten zu einer ernsthaften Belastung für Krankenhäuser, Behörden und die öffentliche Ordnung werden können. Werden solche Ereignisse gezielt herbeigeführt, potenziert sich diese Gefahr um ein Vielfaches.
Deutschland hat mit dem KRITIS-Dachgesetz (KRITISDachG) einen wichtigen legislativen Schritt unternommen. Zwischen Gesetz und gelebter Resilienz besteht jedoch weiterhin erheblicher Handlungsbedarf: in der Koordination zwischen Bund, Ländern und privaten Betreibern, in der Belastbarkeit von Kommunikations- und Digitalfunknetzen unter realen Bedingungen und in der Frage klarer Entscheidungsverantwortung im Ernstfall.
Der Digital Dish „Wenn die Lichter ausgehen: Kritische Infrastruktur im Zeitalter hybrider Bedrohungen“ bringt führende Vertreter*innen aus Politik, Bundesbehörden, Sicherheitsinstitutionen und Zivilgesellschaft zusammen, um genau diese Herausforderungen zu diskutieren. Unter der Chatham House Rule wird erörtert, wie Deutschland und seine Partner die Lücke zwischen gesetzlichen Rahmenbedingungen und operativer Realität schließen können, in welchen Bereichen die sektorübergreifende Zusammenarbeit bereits erfolgreich funktioniert und wo weiterhin Defizite bestehen.
Wir laden Sie herzlich ein, sich an diesem Austausch zu beteiligen und die strukturellen, rechtlichen und operativen Herausforderungen beim Schutz kritischer Infrastrukturen im Zeitalter hybrider Bedrohungen gemeinsam zu diskutieren.



