- 24. Juni 2026
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- 24. Juni 2026
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Wer gestaltet die Regeln der digitalen Weltordnung?
Beim ersten „Digital Dish“ des Jahres 2026 am 24. Juni untersuchte Aspen Germany gemeinsam mit unserem Partner Telefónica, ob Länder wie Deutschland und seine europäischen Partner im globalen Technologiewettbewerb als Regelsetzer agieren können – oder ob sie Gefahr laufen, zwischen zunehmend dominanten Technologieblöcken zu reinen Regelbefolgern zu werden.
In der Diskussion wurde erörtert, wie Staaten, die weder technologische Supermächte noch kleine Akteure sind, dennoch die globale digitale Landschaft mitgestalten können.
Dies waren die wichtigsten Erkenntnisse:
Sogenannte Middle Powers können die digitale Zukunft nur durch Zusammenarbeit gestalten.
Keiner von ihnen verfügt über die Größe, um allein mit den dominanten Technologie-Ökosystemen zu konkurrieren. Der Aufbau flexibler Partnerschaften, die Vertiefung von Kooperationen und die Bündelung von Ressourcen sind unerlässlich, um technologische Souveränität und Einfluss von Middle Powers zu stärken.
Die digitale Governance muss ein Gleichgewicht zwischen strategischer Wettbewerbsfähigkeit und inklusiver Entwicklung herstellen. Während KI, Halbleiter und digitale Infrastruktur zunehmend aus geopolitischer Perspektive betrachtet werden, muss die digitale Transformation auch umfassendere gesellschaftliche Ziele wie wirtschaftliche Chancen, Kompetenzentwicklung, Erschwinglichkeit und den Abbau von Ungleichheiten berücksichtigen.
Die größte Herausforderung besteht darin, strategische Abhängigkeiten zu verringern und gleichzeitig mit Unsicherheiten umzugehen. Länder stehen vor schwierigen Entscheidungen in einem Umfeld, in dem der zukünftige Kurs von KI und anderen Technologien weiterhin unklar ist. Die Stärkung der Widerstandsfähigkeit über den gesamten Technologie-Stack hinweg – von kritischen Mineralien und Chips bis hin zu Daten, Fachkräften und Infrastruktur – erfordert entschiedenes Handeln, auch wenn langfristige Entwicklungen nicht mit Sicherheit vorhergesagt werden können.
Vielen Dank an unsere großartigen Gastgeber, Telefónica Deutschland, und an unsere Sprecher*innen:
Ralph Brinkhaus, Mitglied des Deutschen Bundestages (CDU/CSU); Dr. Jakob Hensing, Leiter des Bereichs Politische Ökonomie am Global Public Policy Institute (GPPi), S.E. Rodrigo de Lima Baena Soares, Botschafter der Föderativen Republik Brasilien in Berlin, Dr. Sangeeta Mahapatra, wissenschaftliche Mitarbeiterin und Sprecherin der Arbeitsgruppe „Democratic Institutions“ am Leibniz-Institut für Globale und Regionale Studien (GIGA), sowie Andries Oosthuizen, bevollmächtigter Gesandter und Geschäftsträger a.i. an der Südafrikanischen Botschaft in Berlin.



