- 30. Juni 2026
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Künstliche Intelligenz entwickelt sich rasant. Leistungsfähige Basismodelle sowie generative und multimodale Systeme verändern bereits heute Wirtschaft, Verwaltung und sicherheitsrelevante Bereiche. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Daten, Rechenleistung und Infrastruktur. Für die EU bedeutet das: Regulierung muss funktionieren – nicht nur auf dem Papier, sondern in der Praxis.
Genau hier liegt die Herausforderung. KI-Systeme sind vielseitig, entwickeln sich kontinuierlich weiter und lassen sich nur schwer eindeutig einordnen. Regulierung steht damit vor einem grundlegenden Spannungsfeld: Risiken wirksam begrenzen, ohne Innovation auszubremsen. In der Realität geraten diese Ziele häufig in Konflikt – während politische Prozesse mit der technologischen Dynamik nur begrenzt Schritt halten.
Der europäische Regulierungsrahmen:
Mit dem AI Act hat die EU erstmals einen umfassenden, risikobasierten Rechtsrahmen für KI geschaffen. Ergänzt wird dieser durch weitere zentrale Regelwerke, die gemeinsam das Fundament der europäischen Digitalpolitik bilden: der Digital Services Act (DSA), der Digital Markets Act (DMA), der Data Act sowie der Data Governance Act und neue Produktsicherheits- und Haftungsregeln.
Gleichzeitig wird auf europäischer Ebene intensiv darüber diskutiert, wie sich diese Regelwerke besser verzahnen und vereinfachen lassen. Im Fokus stehen dabei sogenannte „Omnibus“-Ansätze, die darauf abzielen, regulatorische Komplexität zu reduzieren und die praktische Umsetzung zu erleichtern. Vor diesem Hintergrund stellt sich eine zentrale Frage: Wie kann die EU diesen Regulierungsrahmen so umsetzen, dass er wirksam ist – und gleichzeitig Innovation und Wettbewerbsfähigkeit stärkt.
Inside AI Briefings – Session 2: AI Act trifft Realität – KI-Regulierung in Europa: Verstehen, einordnen, mitgestalten
Diese nächste Session des Inside AI Briefings widmet sich genau dieser entscheidenden Umsetzungsphase europäischer KI-Regulierung. Im Mittelpunkt stehen unter anderem folgende Fragen: Wo steht die EU aktuell in der Umsetzung ihrer KI-Regulierung? Welchen Leitprinzipien folgt sie? Welche Herausforderungen zeigen sich in der Praxis – etwa bei Klassifizierung, Aufsicht oder Standardsetzung? Und wie lassen sich die verschiedenen Regelwerke sinnvoll zusammenführen und vereinfachen?
Die Inside AI Briefings, organisiert von Aspen Deutschland in Kooperation mit Amazon Web Services (AWS), richten sich an politische Entscheidungsträger*innen, Ministeriumsmitarbeitende sowie Expert*innen aus Think Tanks und Praxis. Ziel des Formats ist es, Orientierung in einem hochdynamischen und komplexen Themenfeld zu bieten. Die Briefings schaffen einen Raum, in dem unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen und zentrale Entwicklungen gemeinsam eingeordnet werden können. Teilnehmende erhalten die Möglichkeit, sich einen fundierten Überblick über den aktuellen Stand der europäischen KI-Regulierung zu verschaffen, offene – auch kontroverse – Fragen zu diskutieren, Perspektiven aus Politik, Praxis und Forschung zu verbinden und gemeinsam Ideen für eine funktionierende und zukunftsfähige Regulierung zu entwickeln.
Die kommenden Jahre werden darüber entscheiden, ob Europa mit seinem Regulierungsansatz globale Standards setzt – oder an Dynamik verliert. Die Session bietet die Gelegenheit, genau diese Weichenstellungen zu verstehen, zu hinterfragen und aktiv mitzugestalten.



