- 17. März 2026
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- 17. März 2026
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Künstliche Intelligenz entwickelt sich rasant zu einer Schlüsseltechnologie mit weitreichenden wirtschaftlichen, sicherheitspolitischen und geopolitischen Auswirkungen. Damit rücken zentrale Fragen in den Fokus: Wie lässt sich Wettbewerbsfähigkeit sichern? Was bedeutet technologische Souveränität konkret? Und wie sollten strategische Abhängigkeiten gestaltet werden?
Vor diesem Hintergrund hat das Aspen Institute Deutschland die Reihe „Inside AI Briefings“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, Einblicke in Entwicklung, Regulierung und Anwendung von KI zu geben und daraus Schlussfolgerungen für Politik und Strategie abzuleiten.
Den Auftakt bildete am 17. März 2026 ein erstes Briefing in Kooperation mit AWS. Vertreter*innen aus Politik, Ministerien und Think Tanks diskutierten mit Antonia Hmaidi, Senior Analyst am Mercator Institute for China Studies (MERICS), und Dr. Volker Stocker, Leiter der Forschungsgruppe „Digitale Ökonomie, Internetökosystem und Internetpolitik“ am Weizenbaum-Institut.
Ein zentrales Ergebnis: Abhängigkeiten sind kein Ausnahmefall, sondern prägen die Struktur des globalen KI-Ökosystems. Systeme sind eng miteinander verflochten, Innovation entsteht in internationalen Netzwerken. Vor diesem Hintergrund erscheint vollständige technologische Unabhängigkeit weder realistisch noch wirtschaftlich sinnvoll. Stattdessen rücken gezielte Kooperation, technologische Diversifizierung und offene Standards in den Mittelpunkt, um Innovationskraft und Wettbewerb zu sichern.
Zugleich wurde deutlich, dass technologische Stärke zunehmend aus strategischer Zusammenarbeit erwächst. Entscheidend ist eine klare Priorisierung eigener Stärken, die gezielte Einbindung von Partnern und die aktive Mitgestaltung internationaler Standards. Digitale Souveränität bedeutet in diesem Kontext nicht Abschottung, sondern Handlungsfähigkeit – die Fähigkeit, Abhängigkeiten zu steuern, eigene Kompetenzen einzubringen und Einfluss auf die Rahmenbedingungen zu nehmen.
Für Deutschland und Europa ergibt sich daraus eine pragmatische Agenda: Stärken gezielt ausbauen, etwa in Anwendungen, Datengovernance, Vertrauen und Sicherheit; strategische Partnerschaften vertiefen; in Infrastruktur und Fachkräfte investieren; und eine Geopolitik verfolgen, die Kooperation und Positionierung miteinander verbindet.
Die Diskussion machte deutlich: Deutschland und Europa haben die Chance, diesen dynamischen Sektor aktiv mitzugestalten – vorausgesetzt, strategische Klarheit trifft auf Offenheit und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit.
Die nächste Sitzung der Reihe widmet sich Fragen der KI-Regulierung und Governance. Im Fokus steht, wie Deutschland und die EU Innovation fördern und zugleich Rechte, ethische Standards und gesellschaftliches Vertrauen sichern können.



