- 14. Februar 2026
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- 14. Februar 2026

Einer der Höhepunkte der Aktivitäten vom Aspen Institute Deutschland auf der MSC 2026 war die Oxford-style Debatte über die Zukunft der nuklearen Abschreckung, die in Zusammenarbeit mit dem Amerikahaus München, dem Tagesspiegel und der Akademischen Vereinigung für Sicherheitsstudien (BSH) ausgerichtet wurde. In dieser Veranstaltung diskutierten zwei Expertenteams darüber, ob Atomwaffenarsenale modernisiert werden sollten und wie solche Bemühungen die globale Sicherheit beeinflussen.
Die Debatte spiegelte die wachsende Unsicherheit über die Rolle von Atomwaffen im heutigen geopolitischen Umfeld wieder. Ein Team argumentierte, dass Modernisierungsprogramme unerlässlich seien, um die Glaubwürdigkeit und Einsatzfähigkeit bestehender Arsenale zu erhalten und damit die Abschreckung aufrechtzuerhalten und eine Eskalation zu verhindern. Das gegnerische Team warnte, dass genau diese Programme die globale Sicherheit untergraben könnten, indem sie ein neues nukleares Wettrüsten fördern, die Rüstungskontrolle schwächen und das Risiko von Fehleinschätzungen erhöhen. An der Diskussion nahmen führende Persönlichkeiten Héloïse Fayet, Research Fellow und Leiterin des Programmbereichs nukleare Abschreckung und Verbreitung, Security Studies Center, Ifri, Camille Grand, Generalsekretär, European Aerospace, Security and Defence Industries Association (ASD), Mallory Stewart, Chief Executive Officer, Council on Strategic Risks, Daniel Poneman, ehemals U.S. Deputy Secretary of Energy, Emma Belcher, Präsidentin, Ploughshares, Sara Nanni, Mitglied des Bundestages, Bündnis 90/DIE GRÜNEN, Dr. Sibylle Bauer, Director of Studies, Rüstung und Rüstungskontrolle, SIPRI, und Melissa Parke, Direktorin, ICAN, teil, die ihre Positionen präzise und leidenschaftlich vertraten.
Trotz unterschiedlicher Standpunkte waren sich die Teilnehmer*innen einig, dass ein erneuter Dialog, Transparenz und Maßnahmen zur Risikominderung wichtig sind. Eine zentrale Erkenntnis der Debatte war, dass trotz unterschiedlicher Bewertungen der nuklearen Modernisierung ein gemeinsames Anliegen verbindet: die Verhinderung einer nuklearen Eskalation. Die Diskussion zeigte, dass selbst bei abweichenden strategischen Ansätzen Einigkeit im grundlegenden Ziel besteht, globale Sicherheit zu bewahren und Risiken verantwortungsvoll zu begrenzen. Die Debatte fand am 14. Februar 2026 statt.





