- 14. Februar 2026
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- 14. Februar 2026

Informationsmanipulation ist in den vergangenen Jahren zu einem zentralen Instrument hybrider Kriegsführung geworden. Sie bedroht demokratische Institutionen und verschärft gesellschaftliche sowie politische Polarisierung. In Ost- und Südosteuropa haben sowohl ausländische als auch inländische Akteure ihre Kampagnen zur Verbreitung falscher oder irreführender Narrative intensiviert, um antidemokratische und spaltende Agenden voranzutreiben. Diese Entwicklung stellt eine doppelte sicherheitspolitische Bedrohung dar. In den EU-Erweiterungsländern untergräbt Informationsmanipulation die Unterstützung für die europäische Integration und demokratische Reformen. Dadurch entsteht Raum für autoritäre Kräfte und feindselige ausländische Akteure, sich als vermeintlich tragfähige Alternativen zu präsentieren und ihren Einfluss auszuweiten. In den östlichen und südöstlichen EU-Mitgliedstaaten gefährdet Informationsmanipulation nicht nur demokratische Institutionen, sondern schwächt auch die öffentliche Unterstützung für sensible außenpolitische Entscheidungen und unterminiert damit die Fähigkeit der Union, geschlossen zu handeln. Die Podiumsdiskussion, organisiert in Kooperation mit der Südosteuropa-Gesellschaft, brachte verschiedene Perspektiven zusammen, um Strategien, Herausforderungen und praxisnahe Instrumente zur Bekämpfung von Informationsmanipulation zu diskutieren: Sunčica Bakić, Direktorin der Agentur für audiovisuelle Mediendienste (Montenegro), Johana Bázlerová, Content Creatorin und Mitglied des Jahrgangs 2025 von #InfluencersAgainstDisinfo, Botschafter Christian Heldt, Beauftragter für Strategische Kommunikation und Public Diplomacy im Auswärtigen Amt, Anastasiia Mozghova, Content Creatorin und Mitglied des Jahrgangs 2025 von #InfluencersAgainstDisinfo, sowie Milijana Rogač, Chefredakteurin von Istinomer. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie die Zusammenarbeit zwischen Influencer*innen, Zivilgesellschaft und EU-Institutionen die gesellschaftliche Resilienz stärken, transparente Kommunikation fördern und sichere Informationsräume im Hinblick auf zukünftige EU-Erweiterungen schaffen kann. Die Diskussion legte einen besonderen Fokus auf umsetzbare Lösungsansätze und hob die zentrale Rolle digitaler Akteure beim Schutz der Integrität von Informationen hervor. Die Veranstaltung fand am 14. Februar 2026 mit Unterstützung der Europa Union statt.


