- 05. Oktober 2026
- 16:30
- -
- 05. Oktober 2026
- 17:45

Gäbe es ein Wort, das die Wahlkämpfe 2026 prägt, dann wäre es „Bezahlbarkeit” (Affordability). Die in den vergangenen Jahren gestiegene Inflation in den USA und Deutschland hat die Haushaltsbudgets vieler Menschen bei alltäglichen Ausgaben für Wohnen, Lebensmittel und Energie unter Druck gesetzt. Von Montana bis Michigan und von Sachsen-Anhalt bis Berlin ist die Frage, wie bezahlbar das Leben bleibt, zu einem wichtigen Treiber von Frustration geworden und dominiert die zahlreichen Landtags- und bundesstaatlichen Wahlkämpfe des Jahres 2026. Populistische Bewegungen sowohl am rechten als auch am linken Rand greifen diese Sorgen auf und nutzen sie, um Wähler*innen zu mobilisieren. Auch etablierte Parteien machen die Lebenshaltungskosten zu einem Schwerpunkt ihrer Wahlkampagnen. Viele der Faktoren, die zu den steigenden Preisen beigetragen haben, sind nationaler oder globaler Natur: von den anhaltenden Folgen der Corona-Pandemie und dem andauernden russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine über Handelskonflikte bis hin zu geopolitischen Instabilitäten im Nahen Osten. Dennoch setzen sich Abgeordnete in Bundesstaaten und Bundesländern zunehmend mit dem Thema auseinander – auch jenseits der nationalen Hauptstädte. Doch was können Abgeordnete auf Landesebene tatsächlich tun, um die Lebenshaltungskosten zu senken? Welche Instrumente stehen ihnen zur Verfügung, um die Inflation abzufedern, die wirtschaftliche Resilienz zu stärken und künftigen Preisschocks vorzubeugen? Und wie können politische Entscheidungsträger*innen komplexe wirtschaftliche Zusammenhänge gegenüber ihren Wähler*innen verständlich und überzeugend vermitteln? Bei unserer nächsten Veranstaltung im Rahmen des „State-to-State: German-American State Legislator Dialogue des Aspen Institute Germany und des American Council on Germany kommen politische Entscheidungsträger*innen auf subnationaler Ebene aus Deutschland und den USA zusammen, um genau diese Fragen zu diskutieren. Wir freuen uns, diese großen Fragen mit Silke Gebel MdL (Bündnis 90/Die Grünen), Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin, Delegate Josh Holstein (R), Mitglied des Abgeordnetenhauses von West Virginia, Jessica Steiner MdL (CDU), Mitglied des Sächsischen Landtags, und Delegate Lily Qi (D), Mitglied des Abgeordnetenhauses von Maryland, zu besprechen.


