- 23. September 2026
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- 23. September 2026
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Mit der Verabschiedung des Turnberry-Abkommens zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten im Juni 2026 in der EU wurde ein wichtiger Schritt erreicht, um die transatlantischen Handelsbeziehungen zu stabilisieren. Gleichzeitig zeigt das Abkommen, dass Zölle allein nicht ausreichen. Wirtschaftliche Sicherheit, industrielle Wettbewerbsfähigkeit, strategische Abhängigkeiten und die Koordinierung gegenüber Drittstaaten bleiben zentrale Herausforderungen für die deutsch-amerikanische Zusammenarbeit.
Vor diesem Hintergrund lädt der German-American Trade and Tech Dialogue (GATT-D) 2025–2026 am 23. September 2026 von 16:30 bis 18:30 Uhr MESZ zu seinem dritten virtuellen Workshop ein. Den Auftakt bildet ein Austausch zwischen hochrangigen Vertreter*innen der US-amerikanischen und der deutschen Regierung zu den jüngsten Entwicklungen in den transatlantischen Beziehungen und den Prioritäten für die weitere wirtschaftspolitische Zusammenarbeit. Im Anschluss vertiefen die Teilnehmenden die Diskussion in zwei Breakout-Sessions zu zentralen Fragen der wirtschaftlichen Sicherheit: den unterschiedlichen Ansätzen der USA und Deutschlands im Umgang mit China sowie dem Aufbau resilienter Lieferketten für kritische Rohstoffe.
Die erste Breakout-Session widmet sich den unterschiedlichen Strategien der USA und Deutschlands gegenüber China. Während Washington China als strategischen Wettbewerber betrachtet, steht Deutschland weiterhin vor der Herausforderung, seine wirtschaftlichen Interessen mit wachsenden sicherheitspolitischen Risiken in Einklang zu bringen. Gleichzeitig verfolgt die Europäische Union einen Ansatz des De-Risking, der auf eine Verringerung strategischer Abhängigkeiten abzielt, ohne die wirtschaftlichen Beziehungen vollständig zu entkoppeln. Im Mittelpunkt der Diskussion stehen folgende Fragen:
– Wo stimmen die US-amerikanischen und deutschen Ansätze gegenüber China überein – und wo bestehen weiterhin wesentliche Unterschiede?
– Wie können die transatlantischen Partner ihre Zusammenarbeit im Bereich der wirtschaftlichen Sicherheit vertiefen und zugleich Raum für eine selektive Zusammenarbeit mit China erhalten?
– In welchen Politikfeldern ist eine engere deutsch-amerikanische Zusammenarbeit erforderlich, um strategische Abhängigkeiten und Verwundbarkeiten zu verringern?
Die zweite Breakout-Session widmet sich kritischen Rohstoffen. Von Halbleitern und Batterien über künstliche Intelligenz bis hin zu Verteidigungstechnologien und der Energiewende – die Verfügbarkeit kritischer Rohstoffe entwickelt sich zunehmend zu einem entscheidenden Faktor für wirtschaftliche Sicherheit, industrielle Wettbewerbsfähigkeit und technologische Souveränität. Vor diesem Hintergrund gewinnen der Ausbau resilienter Lieferketten, die Diversifizierung von Bezugsquellen und die Vertiefung internationaler Partnerschaften immer mehr an strategischer Bedeutung. Die Strategische Partnerschaft für kritische Rohstoffe und der EU–US Critical Minerals Action Plan verdeutlichen den wachsenden Stellenwert transatlantischer Koordinierung in diesem Bereich. Im Mittelpunkt der Diskussion stehen folgende Fragen:
– Welche konkreten Projekte und Instrumente sollten im Rahmen der transatlantischen Rohstoffpartnerschaft priorisiert werden, um Lieferketten zu diversifizieren und die Abhängigkeit von dominanten Anbietern zu verringern?
– In welchen Bereichen können die Vereinigten Staaten, Deutschland und die Europäische Union ihre Zusammenarbeit beim Abbau, der Verarbeitung, dem Recycling und der Entwicklung von Substitutionstechnologien vertiefen, um die Versorgungssicherheit langfristig zu stärken?
– Wie kann die transatlantische Rohstoffpartnerschaft genutzt werden, um Investitionen zu mobilisieren, Partnerschaften mit rohstoffreichen Drittstaaten auszubauen und zugleich nachhaltige, transparente und wettbewerbsfähige Lieferketten zu fördern?



