- 07. April 2026
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- 11. April 2026

Wie kann Tierhaltung nachhaltig, wirtschaftlich tragfähig und zugleich zukunftsfähig gestaltet werden?
Diese Frage steht im Mittelpunkt des U.S.-German Forum Future Agriculture 2026. Das Programm bringt Landwirtinnen und Landwirte sowie weitere Akteur:innen aus der Agrarwirtschaft in Deutschland und den Vereinigten Staaten zusammen. Ziel ist es, innovative Ansätze in der Schweine- und Geflügelhaltung, im Bereich Tierwohl sowie in der transatlantischen Zusammenarbeit zu diskutieren und weiterzuentwickeln.
Vom 7. bis 11. April 2026 traf sich die diesjährige Kohorte in Hildesheim zu einer intensiven Arbeitsphase. Aspen Institute Deutschland und die University of Illinois Urbana-Champaign begrüßten 16 Teilnehmende – jeweils acht aus Deutschland und den USA – zu einem Austausch, der Praxis und Politik eng miteinander verband.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf Tierwohl in der modernen Nutztierhaltung. Die Gruppe besuchte unter anderem einen Schweinemastbetrieb mit innovativen Stallkonzepten sowie einen Geflügelbetrieb, der auf Tiergesundheit, Biosicherheit und effiziente Produktionsabläufe ausgerichtet ist. Die Einblicke vor Ort machten deutlich, wie Landwirt:innen zwischen steigenden Anforderungen, wirtschaftlichem Druck und gesellschaftlichen Erwartungen abwägen müssen.
Ergänzt wurde das Programm durch einen Besuch im Niedersächsischen Landtag. Dort diskutierten die Teilnehmenden mit politischen Entscheidungsträger*innen über regulatorische Rahmenbedingungen und die Zukunft der Tierhaltung. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie ambitionierte Tierwohlziele umgesetzt werden können, ohne die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe zu gefährden.
Gespräche mit Vertreter:innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung rundeten das Programm ab. Sie zeigten, wie unterschiedlich die Ansätze in Deutschland und den USA sind – und wie viel beide Seiten voneinander lernen können.
Das Treffen in Hildesheim war der Auftakt für den weiteren Austausch. Die zweite Studienreise führt die Kohorte vom 31. Mai bis 4. Juni 2026 nach Raleigh, North Carolina. Ergänzt durch virtuelle Formate im Jahresverlauf entsteht so ein kontinuierlicher Dialog mit dem Ziel, konkrete Lösungsansätze und zukunftsorientierte Perspektiven für eine resiliente und wettbewerbsfähige Tierhaltung zu entwickeln.
Das Projekt wird im Rahmen des Transatlantikprogramms der Bundesrepublik Deutschland mit Mitteln des European Recovery Program (ERP) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) gefördert.


