- 10. Dezember 2025
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- 10. Dezember 2025

Am 10. Dezember brachten die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und das Aspen Institute Deutschland führende Expert*innen aus Europa und den Vereinigten Staaten zusammen, um die Zukunft der transatlantischen Beziehungen in einer Phase wachsender geopolitischer und wirtschaftlicher Unsicherheit zu diskutieren. Vor dem Hintergrund von Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine, sich wandelnder US-Prioritäten und zunehmender wirtschaftlicher Spannungen stand die Frage im Mittelpunkt, ob Europa und die USA strategisch auseinanderdriften oder ob es ihnen gelingt, ihre Partnerschaft neu zu justieren.
Das erste Panel widmete sich der transatlantischen Sicherheit und diskutierte die Balance zwischen Lastenteilung und Abhängigkeit innerhalb der NATO. Im Fokus standen Europas gestiegene Verteidigungsanstrengungen, die Grenzen europäischer Abschreckung ohne die USA sowie Zweifel an der langfristigen sicherheitspolitischen Verlässlichkeit Washingtons angesichts eines stärkeren US-Engagements im Indopazifik. Es diskutierten Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Vorsitzende des Ausschusses für Sicherheit und Verteidigung des Europäischen Parlaments, Claudia Major, Senior Vice President für Transatlantische Sicherheit beim German Marshall Fund, Tyson Barker, Senior Associate Fellow bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP), sowie Rachel Rizzo, Senior Fellow beim Atlantic Council.
Das zweite Panel richtete den Blick auf die transatlantische Wirtschaft, die zunehmend von protektionistischen Tendenzen, Industriesubventionen und regulatorischen Differenzen geprägt ist. Michael Georg Link, stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Melanie Vogelbach, Leiterin Internationale Wirtschaftspolitik bei der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), Ken Levinson, Chief Executive Officer der Washington International Trade Association, und Hubertus Bardt, Geschäftsführer des Instituts der deutschen Wirtschaft, erörterten die Folgen für Handel, Lieferketten und Europas wirtschaftliche Resilienz sowie mögliche strategische Antworten zwischen Offenheit, Schutz und Wettbewerbsfähigkeit.
Über beide Panels hinweg wurde – moderiert von Stormy-Annika Mildner, Geschäftsführende Direktorin des Aspen Institute Deutschland, – deutlich: Die transatlantische Partnerschaft bleibt zentral für Europas Sicherheit und Wohlstand, kann jedoch nicht länger als selbstverständlich gelten. Ihre Zukunft erfordert mehr europäische Verantwortung, klare strategische Prioritäten und erneuten politischen Gestaltungswillen auf beiden Seiten des Atlantiks.


