
German-American Trade and Tech Dialogue 2025-2026
Der transatlantische Dialog war noch nie so wichtig wie heute: Deutschland, die EU und die USA erleben eine Phase tiefgreifender geopolitischer Turbulenzen. Der systemische Wettbewerb zwischen Demokratien und Autokratien verschärft sich, während Unsicherheit, Volatilität und rascher Wandel zu prägenden Merkmalen der internationalen Ordnung geworden sind. Die Welt steht vor einer Vielzahl von Herausforderungen: Gewährleistung der Energiesicherheit, Bewältigung des digitalen Wandels und Verteidigung der Demokratien, während gleichzeitig die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine, des Konflikts im Nahen Osten und der anhaltenden Spannungen mit China bewältigt werden müssen. Währenddessen müssen sowohl die USA als auch Deutschland tiefgreifende soziale und wirtschaftliche Veränderungen innerhalb ihrer eigenen Gesellschaften bewältigen.
Vor diesem Hintergrund organisiert das Aspen Institute Germany den German-American Trade and Tech Dialogue (GATT-D) mit dem Ziel, die transatlantische Partnerschaft angesichts wachsender geopolitischer Spannungen, technologischem Wettbewerb und wirtschaftlicher Umbrüche zu vertiefen.
Ein Jahr nach Beginn der zweiten Amtszeit von Trump und der neuen Regierung unter Kanzler Merz haben die transatlantischen Partner Schwierigkeiten, sich in Bezug auf China, die Technologiepolitik und das Gleichgewicht zwischen innenpolitischen Prioritäten und Handelsverpflichtungen zu einigen. Das Zollabkommen zwischen den USA und der EU für 2025 sorgte zwar für kurzfristige Stabilität, ist jedoch nach wie vor fragil und macht die Beziehung anfällig für neue Unsicherheiten. Trotz Merz‘ Bemühungen, das Vertrauen wiederherzustellen, bestehen weiterhin Spannungen hinsichtlich der einseitigen Zölle der USA, der Energieanforderungen und der China-Strategie Washingtons.
Diese Herausforderungen unterstreichen, dass die Merz-Regierung zwar bestrebt ist, die Partnerschaft zu festigen, aber erhebliche Meinungsverschiedenheiten in den Bereichen Handel, Industriepolitik und globale Strategie weiterhin die Belastbarkeit der deutsch-amerikanischen Beziehungen auf die Probe stellen.
Was ist der GATT-D?
Der GATT-Dialog umfasst drei virtuelle Workshops, die über das Jahr verteilt stattfinden und hochrangige Entscheidungsträger*innen sowie Expert*innen aus Deutschland und den USA zusammenbringen. Ziel ist es, gemeinsame Herausforderungen in Handel und Technologie zu identifizieren, unterschiedliche Prioritäten besser zu verstehen und die Transatlantische Verbindung zu stärken. Die vielfältigen Hintergründe und Perspektiven der Teilnehmenden ermöglichen produktive, ausgewogene Diskussionen und tragen entscheidend zur Qualität und dem Ergebnis des Projekts bei.
Die Workshops folgen den Chatham House Rules. Der erste Workshop wird am 27. Januar 2026 stattfinden. Er wird sich damit befassen, wie die USA und Europa im Kontext neuer Handelsabkommen und der US-G20-Präsidentschaft 2026 gemeinsam Strategien zur Stärkung der transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen, zur Förderung resilienter Lieferketten und zu einer zukunftsorientierten globalen Wirtschaftsordnung entwickeln können. Weitere virtuelle Austausche sind im April und September vorgesehen. Zusätzlich haben die Teilnehmenden die Möglichkeit an der Konferenz in Berlin am 9. und 10. Juni 2026 teilzunehmen. Weitere Termine und Themen der Workshops werden den GATT-D-Teilnehmern rechtzeitig mitgeteilt.
Die German-American Trade and Tech Conference 2026
Zusätzlich zu den drei Online-Workshops findet vom 9. bis 10. Juni 2026 die German-American Trade and Tech Conference statt. Als zentrales Ereignis der GATT-D spielt die 1,5-tägige Konferenz eine wichtige Rolle bei der Förderung des Verständnisses und Vertrauens zwischen führenden Entscheidungsträger*innen aus Deutschland und den USA. Die Veranstaltung bietet ein vielfältiges Programm mit Keynote-Vorträgen, Podiumsdiskussionen und interaktiven Breakout-Sessions. Die Teilnehmer*innen haben die Möglichkeit, sich intensiv mit aktuellen und relevanten Themen auseinanderzusetzen, darunter die deutsch-amerikanische Technologiekooperation, die Zukunft resilienter digitaler Lieferketten und dem Verhältnis von Technologie und Demokratie. Nicht verpassen: Updates dazu folgen in Kürze!



