
Die internationale Politik ist derzeit so stark in Bewegung wie lange nicht. Während Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine unvermindert andauert, ordnen sich die transatlantischen Beziehungen neu. Gleichzeitig verändert der Wettlauf um Schlüsseltechnologien und wirtschaftliche Resilienz die internationale Zusammenarbeit – und stellt demokratische Gesellschaften vor neue Herausforderungen.
Gerade in Zeiten wie diesen braucht es Orte, an denen unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen, neue Ideen entstehen und auch kontroverse Fragen offen diskutiert werden können. Diesen Anspruch hat das Aspen Institute Deutschland im ersten Halbjahr 2026 mit Leben gefüllt. In 74 Veranstaltungen kamen mehr als 3.200 Teilnehmende und über 430 Sprecher*innen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Medien und Zivilgesellschaft zusammen. Gemeinsam diskutierten sie über Europas Sicherheit, die Zukunft der transatlantischen Partnerschaft, den Umgang mit Künstlicher Intelligenz, wirtschaftliche Resilienz und die Stärkung demokratischer Gesellschaften.
Besonders sichtbar wurde diese Arbeit rund um die Münchner Sicherheitskonferenz. Mit einer Reihe hochrangiger Veranstaltungen brachte das Institut führende Köpfe aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen, um über die sicherheitspolitischen Herausforderungen Europas und die Zukunft der transatlantischen Zusammenarbeit zu diskutieren. Ein weiterer Höhepunkt war die German-American Trade and Tech Conference, die den transatlantischen Dialog zu Wirtschaft, Technologie und Künstlicher Intelligenz in einer Phase wachsender geopolitischer Spannungen in den Mittelpunkt rückte.
Auch programmatisch wurden neue Akzente gesetzt. Mit RESET stärkt das Institut den transatlantischen Austausch zwischen jungen politischen Entscheidungsträger*innen. SECURE fördert den Dialog und die Zusammenarbeit zur demokratischen Resilienz und Sicherheit in den Staaten des westlichen Balkans. Digital Defenders bringt Content Creator aus Mittel-, Ost- und Südosteuropa sowie Deutschland und den USA zusammen, um Desinformation und hybriden Bedrohungen entgegenzuwirken. Mit Connecting Futures wurde zudem ein neues Netzwerk für Journalist*innen, Faktenchecker und Content Creatoren aus den EU-Beitrittsstaaten geschaffen, das sich mit der Zukunft von Informationsintegrität und demokratischer Resilienz befasst. Ergänzt wird dieses Engagement durch eine neue Reihe transatlantischer Delegationsprogramme für das Auswärtige Amt, mit denen Aspen Deutschland den internationalen Dialog zu aktuellen außen- und sicherheitspolitischen Fragestellungen weiter ausbaut.
Ein weiterer Schwerpunkt blieb die Förderung verantwortungsvoller Führung. In den Aspen Leadership Seminars kommen Führungspersönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen, um sich jenseits des Tagesgeschäfts mit den ethischen Grundlagen von Führung, Verantwortung und gesellschaftlichem Zusammenhalt auseinanderzusetzen. Gerade in einer Zeit, in der politische Entscheidungen unter wachsendem Druck getroffen werden, schaffen diese Seminare Raum für Reflexion, Perspektivwechsel und einen offenen Austausch über die Werte, die verantwortungsvolles Handeln leiten.
Auch institutionell wurden im ersten Halbjahr wichtige Weichen gestellt. Im Rahmen der Mitgliederversammlung im Juni wählten die Mitglieder Dr. Andrea Römmele neu in den Vorstand. Gleichzeitig verabschiedete sich das Institut von Prof. Dr. Gunther Hellmann, der das Aspen Institute Deutschland über viele Jahre mit großem Engagement begleitet und geprägt hat. Cecilie Rohwedder als Mitglied des Kuratoriums bestätigt. Ebenfalls wiedergewählt wurden Britt Eckelmann, Margit Lehwalder und Ulrich Plett als Mitglieder des Vorstands. Mit ihrer Erfahrung und ihrem Engagement sorgen Vorstand und Kuratorium für Kontinuität und setzen zugleich wichtige Impulse für die strategische Weiterentwicklung des Instituts.
Auch der Freundeskreis des Aspen Institute Deutschland durfte im ersten Halbjahr zahlreiche neue Mitglieder begrüßen. Ihr Engagement stärkt die unabhängige und überparteiliche Arbeit des Instituts und trägt dazu bei, den offenen Dialog über die zentralen politischen und gesellschaftlichen Fragen unserer Zeit weiter auszubauen.
Mit einem vielfältigen Programm an Konferenzen, Dialogformaten und Leadership-Seminaren wird das Aspen Institute Deutschland diesen Austausch auch im zweiten Halbjahr 2026 fortsetzen.

