
Die Zukunft globaler Gesundheits- und Entwicklungshilfe steht an einem Wendepunkt – geprägt von wachsender Unsicherheit und drohenden Rückschritten. Angesichts zunehmender regionaler Konflikte, klimabedingter Katastrophen und der anhaltenden Folgen der COVID-19-Pandemie gerät die internationale Gemeinschaft zunehmend unter Druck. Gleichzeitig ziehen sich zentrale Geberländer – allen voran die Vereinigten Staaten – schrittweise aus der Finanzierung globaler Gesundheits- und Hilfsmaßnahmen zurück. Damit geraten internationale Bemühungen um gesundheitliche Chancengleichheit und den Erhalt essenzieller Versorgungsstrukturen in Gefahr, ihre finanzielle Grundlage und politische Unterstützung zu verlieren.
Angesichts der jüngsten Kürzungen im Bereich der staatlich geförderten internationalen Zusammenarbeit durch die US-Regierung stellt sich zunehmend die Frage, welche Rolle dem Privatsektor bei der Weiterentwicklung und Umsetzung solcher Programme zukommt. Mehr denn je ist zu klären, wie eine zukunftsfähige Partnerschaft zwischen öffentlichen Akteuren und der Wirtschaft ausgestaltet sein kann. Dabei rücken zentrale Fragen in den Fokus:
- Wie positioniert sich der Privatsektor derzeit gegenüber den internationalen Kooperationsprogrammen der US-Regierung, und in welchem Maße bringt er sich bereits ein?
- Welche wirtschaftlichen und strategischen Motive haben bisher das Engagement von Unternehmen in öffentlich finanzierten Programmen getragen, und welche Rahmenbedingungen müssten sich ändern, um dieses Engagement nachhaltig zu sichern?
- Welche Leitlinien sollten künftig die Ausrichtung der US-Initiativen im Bereich der globalen Partnerschaften bestimmen?
- Und schließlich: Welche Impulse kann der Privatsektor setzen, um diese Debatte konstruktiv mitzugestalten und tragfähige Lösungen für gemeinsame entwicklungspolitische Ziele zu entwickeln?
Das Aspen Institute Deutschland freut sich, gemeinsam mit der Gates Foundation, Public Private Strategies und der Aspen Partnership for Inclusive Economies eine neue Projektinitiative ins Leben zu rufen: „Redefining Power and Responsibility: U.S. Foreign Aid, Global Health Leadership, and the Role of the Private Sector“.
Im Rahmen von zwei digitalen Sitzungen und einem gemeinsamen Arbeitsessen diskutieren führende Vertreterinnen und Vertreter aus dem privaten Gesundheitssektor die Rolle privater Akteure bei der Stärkung globaler Gesundheits- und Hilfsstrukturen – insbesondere mit Blick auf die Übernahme von Verantwortung und die Förderung internationaler Zusammenarbeit. Ziel des Projekts ist es, durch den Austausch vielfältiger Perspektiven eine zukunftsorientierte Vision für globale Gesundheitsführung zu entwickeln. Die Gespräche finden unter der Chatham-House-Regel statt.
Dieses Projekt wird unterstützt durch das Public Private Strategies Institute.


