Aspen Deutschland

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Aspen Institute Deutschland

Die Aspen Idee

Das Aspen Institute Deutschland ist dem Ideal der offenen Gesellschaft verpflichtet. Es fördert wertebasierte Führung, einen konstruktiven Dialog zwischen Konfliktparteien sowie die euroatlantische Kooperation.

Diese Idee setzt Aspen Deutschland um, indem es Entscheidungsträger und Experten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Medien, Kultur und Zivilgesellschaft im Rahmen von drei Programmen zusammenbringt:

  • Das Policy Program bietet eine überparteiliche, vertrauliche Plattform für Dialog und die Analyse regionaler und globaler Herausforderungen, um zu konsensfähigen Lösungen beizutragen.
  • Das Leadership Program reflektiert Werte und Ideen mithilfe der sokratischen Methode, um Wissen zu vertiefen, Perspektiven zu erweitern und die Fähigkeiten zur Problemlösung der Teilnehmer zu stärken.
  • Das Public Program dient Entscheidungsträgern und einem breiteren Publikum als Forum für einen offenen und konstruktiven Dialog zu vielfältigen aktuellen Themen.

Das Aspen Institute Deutschland wurde 1974 in Berlin gegründet. Noch heute steht es für die transatlantische Gemeinschaft und das Ideal einer freien und offenen Gesellschaft ein. Als unabhängige gemeinnützige Institution ist Aspen Deutschland Teil des globalen Aspen-Netzwerks mit Partnern in den USA, Frankreich, Italien, der Tschechischen Republik, Rumänien, Spanien, Japan, Indien, Mexiko und die Ukraine. Die Institute setzen sich dafür ein, gemeinsam die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu bewältigen.

Die Geschichte des Aspen Institute Deutschland

1974-1988 Prof. Dr. Shepard A. Stone

stoneDas Aspen Institute Deutschland e.V. wurde 1974 als erstes Aspen Institute außerhalb der USA von Shepard Stone gegründet. Entsprechend der Aspen Mission hat es sich zum Ziel gesetzt, den weltweiten Dialog über Werte, Kompetenzen und Ideale zu fördern, die zur erfolgreichen Bewältigung der Herausforderungen in einer globalisierten Welt erforderlich sind. Insbesondere der durch Aspen Deutschland ermöglichte deutsch-amerikanische Dialog mit dem Ostblock während der Zeit des Kalten Krieges spielte eine wichtige Rolle. Das Institut befasste sich, bedingt durch die politischen Umstände, unter Shepard Stone mit den deutsch-amerikanischen Beziehungen, der Entwicklung Berlins, dem Dialog zwischen Ost und West und der Rüstungskontrolle. Der große Einfluss des Aspen Institute ist vor allem der Tatsache geschuldet, dass Stone dank seiner hervorragenden Kontakte prominente Deutsche und Europäer aus Politik und Wirtschaft für den Vorstand gewinnen konnte, darunter Willy Brandt, Lord Alan Bullock, Dr. Marion Gräfin Dönhoff und Dr. Richard von Weizsäcker.

1989-1997 Botschafter a.D. David Anderson

andersonUnter der Leitung von David Anderson kam es zu einer Verschiebung der Schwerpunkte des Instituts. Diese lagen nun in den Bereichen der transatlantischen Beziehungen, Sicherheits- und Außenbeziehungen und der Rolle internationaler Institutionen in der Folge des Falls des Eisernen Vorhangs. Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit bestand in der Suche nach Lösungen für die blutigen Konflikte während des Zerfalls Jugoslawiens. In Zusammenarbeit mit dem Carnegie Endowment for Peace schuf Anderson die „International Commission on the Balkans“ unter der Führung des früheren belgischen Premierministers Leo Tindemans. Um ein breiteres Publikum zu erreichen, öffnete Anderson mehr Veranstaltungen für die Öffentlichkeit und bezog Vertreter der Medien als Teilnehmer an Veranstaltungen ein.

1998-2000 Dr. Catherine McArdle Kelleher

kelleherUnter der Leitung von Catherine McArdle Kelleher lagen die geographischen Schwerpunkte der Instituts-Arbeit in den Bereichen Balkan, Russland sowie der Europäischen Union. Die Veranstaltungen waren in zunehmender Zahl öffentlich und das Leadership Programm wurde ausgeweitet. Zu dieser Zeit gab es eine große Anzahl von Kooperationsveranstaltungen in Kooperation mit der U.S.-Regierung und dem Auswärtigen Amt.

2001-2006 Dr. Jeffrey Gedmin

gedminJeffrey Gedmin rückte die transatlantischen Beziehungen und den Bereich der Sicherheitspolitik wieder in den Fokus. Das Aspen Institute sollte zu einem „Marktplatz der Ideen“ werden, einem Ort, an dem deutsche und amerikanische Entscheidungsträger und Meinungsbildner zusammenkamen, um Gedanken auszutauschen und politische Empfehlungen zu entwickeln. Dabei stand neben der transatlantischen Beziehung die Stärkung der Demokratie in Osteuropa, Russland und der Türkei im Vordergrund. Zu einem weiteren Schwerpunkt entwickelte sich auch der Nahe Osten. Durch Teilnehmer aus dem Weißen Haus und eine enge Zusammenarbeit mit amerikanischen Stiftungen sowie Think Tanks konnte eine enge transatlantische Zusammenarbeit gefördert werden.

2007-2013 Charles King Mallory IV

malloryUnter Charles King Mallory IV wurde das Institut zu seiner Grundidee zurückgeführt: Eine globale und überparteiliche Plattform, auf der sich Entscheidungsträger und Führungskräfte aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kunst und Kultur über die geistigen und moralischen Grundlagen zur Lösung moderner Herausforderungen austauschen. Vor diesem Hintergrund wurde das Aspen Leadership Seminar erstmals in Deutschland eingeführt. Gleichzeitig wurden Konferenzen und geschlossene Treffen zu aktuellen Herausforderungen der internationalen Politik durchgeführt. Schwerpunkte waren hierbei das European Strategy Forum, das sich europäischen Sicherheitsfragen gewidmet hat, das Südosteuropa Programm sowie durch Aspen vermittelte Dialoge zwischen den USA und Nordkorea.

Seit 2013 Rüdiger Lentz

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Im September 2013 übernahm Rüdiger Lentz die Leitung des Aspen Institute Deutschland. Seither wurde das Angebot für die Öffentlichkeit erweitert und neue Formate wurden eingeführt. Inhaltlich liegt der klassische Schwerpunkt weiterhin auf wertebasierter Führung, der deutsch-amerikanischen und transatlantischen Zusammenarbeit sowie Fragen europäischer und globaler Sicherheit. Hinzugekommen sind die Behandlung aktueller Fragen wie die nach der außenpolitischen Positionierung Deutschlands, der Weiterentwicklung Europas und der damit in engem Zusammenhang stehenden wirtschaftlichen und finanzpolitischen Probleme. Mit einer Transatlantischen Konferenz anlässlich des 40-jährigen Jubiläums im Oktober 2014 wurde außerdem eine neue Institution von alljährlich wiederkehrenden transatlantischen Konferenzen in Berlin ins Leben gerufen.

Jahresbericht 2013-2014

Jahresbericht 2011-2012

Jahresbericht 2009-2010

Jahresbericht 2007-2008